Bodenbeläge - Wohnen mit Charakter

Die schönsten und ausgefallensten Bodenbeläge für deine Wohnung

Die Bodenbeläge in einer Wohnung sind mindesten genauso wichtig wie die Einrichtung. Sie geben den allgemeinen Stil an und prägen das Erscheinungsbild der Räume maßgeblich. Grundsätzlich gilt es drei Punkte zu beachten: Optik, Haptik und Funktionalität. Die Funktionalität ist nicht zu unterschätzen, auch wenn du meinst, die Optik ist allentscheidend.

Parkett wirkt edler als Laminat, muss aber auch demenzsprechend gepflegt werden. Laminat hingegen ist widerstandsfähiger, leichter zu pflegen und meist günstiger in der Anschaffung. Oft hängt die Entscheidung von den räumlichen Gegebenheiten ab.

Bei den Teppichen geht der Trend eindeutig in Richtung Nachhaltigkeit. Ob niedrig- oder hochflorig, die Natürlichkeit spielt eine wichtige Rolle. Viskosefaser aus Holz gewonnen, Neuseelandwolle oder Fasern der Kokosnuss – Natur pur.
Ansonsten steht Holz natürlich weiterhin ganz hoch im Kurs. Es muss auch nicht immer echt sein, Hauptsache es sieht danach aus! Elastische Bodenbeläge, wie Vinyl-Laminat, sind inzwischen ernstzunehmende Varianten. Sie sehen Echtholz und Stein inzwischen täuschend ähnlich und sind eine preiswerte und pflegeleichtere Alternative zu echtem Parkettboden.


Verschiedenen Materialien des Bodenbelags

Dir stehen Materialien wie Holz, Fliesen, Naturstein, Kunststoffe, Estrich, Linoleum, Teppich oder Kork zur Auswahl. Auch ausgefallene Materialien wie Bambus, mit einer sehr guten Ökobilanz gehören zu den Bodenbelägen von heute.

Natursteinfliesen sind inzwischen zu Klassikern geworden. Sie können sich dezent im Hintergrund halten oder sich, als optische Designvariante, in deinem Wohnzimmer ausleben. Im Gegensatz zu Parkett sind Fliesen kühler in der Optik und Haptik. Sie sind leicht zu reinigen, unempfindlich gegenüber Wasser und langlebig. Allerdings kann der Naturstein die Raumakustik verschlechtern.

Eigenschaften und Zusammenstellung des Bodenmaterials

Der Boden sollte mit den Elementen im Raum und den Möbeln harmonieren. Er sollte zu Wand und zur Decke passen und sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Am schönsten wirkt es, wenn im gesamten Wohnbereich ein einheitlicher Boden liegt. Die Funktionsbereiche wie Badezimmer, Flur und Küche können abweichen, sollten aber aufeinander abgestimmt werden. Der Bodenbelag im Flur muss eine hohe Strapazierfähigkeit aufweisen, das Bad muss unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sein und die Küche muss gut zu reinigen sein.

Eigenschaften der verschiedenen Materialien

Parkett ist der wohl wohnlichste Bodenbelag. Er holt die Natur in die Wohnung, ist edel anzuschauen, strahlt Wärme und Wertigkeit aus und hat eine lebenslange Haltbarkeit. Man muss ihm allerdings auch ein wenig Pflege zukommen lassen. In der Anschaffung ist das Parkett allerdings nicht das günstigste Material.
Am Anfang wartet man sicherlich eine Weile, bis der Boden an Patina gewonnen hat, erst dann blüht er richtig auf und kann seine Lebendigkeit in voller Pracht darstellen. „Gelebter“ Parkett gehört zu einer Altbauwohnung wie der Stuck unter der Decke. Kombiniere ihn zum Beispiel mit modernen Stühlen und Glanzdetails – ein wunderbares Wechselspiel der Gefühle!
Nochmal hochwertiger als Holzparkett ist der Bambusboden. Er kommt mit frischer Optik daher, hat eine lebendigere Maserung, ist genaugenommen gar kein Holz, sondern verholztes Riesengras und steht ökologisch ganz weit oben. Durch die schnell nachwachsenden Rohmaterialien, die enorme Strapazierfähigkeit und die leicht exotische Optik liegt Bambus ganz weit vorne in der Beliebtheitsskala. Bambus eignet sich besonders gut für ein feuchtes Raumklima und empfiehlt sich deshalb für Küche und Badezimmer. In Kombination mit einer Fußbodenheizung ist er weniger geeignet.

Eine weitere nachhaltige Variante ist der Korkboden. Er ist umweltfreundlich, feuchtigkeitsregulierend, trittdämpfend und hat eine elastische Oberfläche. Allerdings ist er Wasser gegenüber empfindlich. Durch seinen relativ günstigen Preis ist Kork aber inzwischen als Bodenbelag sehr beliebt geworden.

Der Ruf von Laminat ist bei Weitem nicht mehr so schlecht wie noch vor einigen Jahren. Die Optik ist mittlerweile erstaunlich realistisch und sehr plastisch dargestellt. Das Laminat hat eine strapazierfähige Oberfläche, ist günstig und durch seine Wärmeleitfähigkeit gut geeignet in Kombination mit einer Fußbodenheizung. Zur Schalldämmung sollte man jedoch keinesfalls auf eine entsprechende Trittschalldämmung als Unterbau verzichten. Neuerdings gibt es Laminat bereits mit integrierter Trittschalldämmung, die auf der Rückseite aufgeklebt ist. Dieser ist zwar etwas teurer aber in deinem eigenen und dem Interesse deiner Nachbarn eine durchaus lohnende Investition.

Laminat

Zum Trend erkoren ist derzeit der Sichtestrich. Früher durfte er nur in der Garage oder im Keller zur Geltung kommen – heute hält er Einzug in unser „Allerheiligstes“. Ganz ähnlich wie Sichtbeton schmückt er heute unsere Wohnzimmer und vermittelt dabei einen unkomplizierten, urbanen Charme. Der Sichtestrich spielt mit dem Unkonventionellen und Unvollkommenen und verschafft dadurch dem Raum eine ganz eigene Individualität. Der Boden ist pflegeleicht, langlebig und extrem strapazierfähig. Der kleine Nachteil: nicht wirklich günstig (um einiges teurer als Parkett).
Er hat einen unverfänglichen Charakter und kann sich eigentlich mit allem anfreunden, was auf ihm steht. Ob modern und puristisch, ein verspieltes Erbstück oder ein Retromöbel aus der elterlichen Wohnung. Du wirst Spaß haben und mit dem Boden deinen ganz eigenen Look kreieren. Auch für Teppiche gibt der Estrich eine phantastische Unterlage. Have fun!

Sichtestrich

Fazit: Mit einem Parkettfußboden holt ihr Euch den stärksten Charakter in die Wohnung. Er durchlebt mit euch die guten und schlechten Tage in der Wohnung und altert mit euch. Ihr braucht euch eurer Falten nicht zu schämen, das Parkett kann da ohne Weiteres mithalten. Auch er hat seine Rillen und Macken, verliert im Laufe der Jahre ein wenig an Farbe, aber ihr könnt euch auf ihn verlassen – er gibt auch im Alter nicht auf! Ganz im Gegenteil, der Parkettboden entfaltet seinen wahren Charakter im Alter, mit all seiner Patina, die er im Laufe der Jahre sammeln konnte. Ein guter Freund und Wegbegleiter!