Einfach schön – Zweikomponenten-Wohnen oder das Duett!

Es begann alles in der Küche. Oder besser gesagt, ein Kochtrend gab den Ausschlag. Im Windschatten der Generation „Easy-Living“ und „Slow-Food“ wurde eine Koch-Idee geboren, die perfekt in Zeiten von Minimalismus, Wabi-Sabi und auch Nachhaltigkeit passt! Die Zweikomponenten-Küche verbindet „grundsätzliche“ Aromen, klare Geschmacksrichtungen und immer zwei (manchmal vollkommen entgegengesetzte) Grundzutaten, die zusammen ein unvergessliches Gericht ergeben. Der Trend lässt sich natürlich auch zum Zweikomponenten-Menü ausweiten! Wer einmal in den Genuss einer solchen Verköstigung gekommen ist, der versteht, dass es nicht viel braucht, um gesund, lecker und vollkommen außergewöhnlich zu essen.

Was in der Küche funktioniert und dort für bahnbrechende Ergebnisse sorgt, das lässt sich auch in Wohn-, Ess-, kurzum in allen Zimmern anwenden. Die Rückbesinnung auf erprobte Materialkombinationen, Farbverbindungen für die Ewigkeit und auch die harmonische Kombination aus verschiedenen Stilrichtungen ist angekommen! Von der Waterkant bis in den tiefsten Süden der Republik wird Wert gelegt auf wenige „Einzelteile“, die zusammen das perfekte Ergebnis liefern.
Die passenden Tipps rund um Material-Kombinationen, Farb-Duette und die Kombination aus Alt/Neu und Fast-Food + Nouvelle Cuisine (in Sachen Wohnen) geben wir hier!
 

Die perfekte Materialkombination in wenigen Schritten!

Der kürzeste Weg von der „Zweikomponenten-Küche“ zum „Zweikomponenten-Wohnen“: Die Sache mit dem Material! Was dem Koch seine Zutaten, sind dem „Einrichter“ das Material. Werkstoffe, Oberflächen und Finishs lassen sich perfekt aufeinander abstimmen und ebenso zu gewollten Brüchen und Kontrasten „gegeneinander aufbringen“. Hand aufs Herz, die Idee ist nicht ganz taufrisch.
Die „perfekte“ Kombination zweier „Grundzutaten“ ist aus modischer Sicht ein Klassiker! Das Duo „Samt und Seide“ hat es aus dem Kleiderschrank heraus in den allgemeinen Sprachschatz geschafft. Und was auf dem Laufsteg passt, kann in den eigenen vier Wänden nicht falsch sein! Vorneweg, rund um das perfekte Material-Duo lässt sich beinahe nichts falsch machen.
 
  • Das „klassische“ Duo: Die einfachste (und naheliegendste) Kombination umfasst zwei gängige „Wohnmaterialien“, die zusammen „mehr“ werden. Eine Tischplatte aus charakteristischem Altholz oder ein Sofa aus offenporigem Leder sind für sich alleine „nett“. Arrangieren wir Leder und Holz jedoch zusammen, so entsteht durch die Kombination ein stimmiges Material zwischen den beiden Materialien. Durch den Kontrast der Oberflächen und Farben hauchen wir Wohn- und Esszimmer mit einfachsten Mitteln neuen Schwung und eine stattliche Prise Esprit ein!
     
  • Apropos Oberflächen: Clean-glatt, flauschig-griffig oder samtig-bezaubernd, die Auswahl ist schier endlos. Unsere smartphone-gepeinigten Hände gieren nach lebendigen Oberflächen und neuen, aufregenden Reizen! Kombiniert man verschiedene „Gefühle“ miteinander, so haben nicht nur unsere Fingerspitzen etwas zu erleben/ erfühlen! Unsere Augen können sich an mutigen Kontrasten gar nicht sattsehen!
     
  • Finish it! Der letzte Schritt ist besonders „gemütlich“! Für den Gemütlichkeitsbrennpunkt Sofa lässt sich ein besonderes Duett einrichten. Elegant und „Zottelig“ ist eine wunderbare Kombination fürs Wohlbefinden in der Horizontalen! Wertige Stoffe und gemütliche Kissen machen es einem sehr einfach, das Sofa als gemütlichsten Ort der Wohnung zu wählen!
Doch die Kombinationsmöglichkeiten für Wohn-, Ess- und Schlafzimmer enden nicht beim schnöden Material! Die Welt von perfekter Verschmelzung und betörenden Kontrasten hat noch viel mehr zu bieten.


Es lebe die Stilkombination!


Wenn Kunst alles darf, dann dürfen wir das schon lange. Nachdem das geklärt ist; die Kombination unterschiedlicher Stile ist nicht nur gewünscht, sie ist absolut wünschenswert! Alt und neu, Boho und Bauhaus, Krims-Kram und Haute Couture oder Design und Vintage-Erbstück, es darf wieder wild gemischt werden! Ein Blick in die Weiten des Stilbruchs und der Stilkombination gefällig? Bitteschön!
 

Farben-Rausch! So passen alle Farben. Immer.

Künstler und Designer lieben sie. Farben machen nicht nur unser Leben bunter, sie geben uns Ausdruck, Individualität und Strahlkraft an die Hand. Ohne Farbe und Farbkombination, sagt man oft so schön, wäre Einrichten und Wohnen ein Fehler.
Doch bei aller Farbliebe, auf so manche kleine Klippe sollten wir achten, wenn es an die perfekte Farbkombination geht!
 
  • Weniger ist mehr! Auch wenn die Farbauswahl bei Stoffen, Möbeln und auch an den Wänden unendlich ist, übertreiben sollten wir es nicht. Das sprichwörtliche Farbmassaker macht nicht nur aus ästhetischer Warte keinen Sinn. Auch die Wohnqualität leidet unter einem Farbdesign, welches mit der Gießkanne „gezeichnet“ wurde!  
     
  • Das System Eins und Eins: Nein, hierbei handelt es sich nicht um den letzten Schrei eines Web- und Telefonanbieters! Es geht um DIE Grundregel in Sachen Farbkombination. Perfekt wird es, wenn man sich auf EINE Grundfarbe und eine Akzentfarbe beschränkt. Natürlich dürfen wir Accessoires und andere farbige Kleinodien mit in unsere Farbkonzepte aufnehmen. Aber federführend bleiben unsere beiden Wahlfarben.
     
  • Die Farbschablone ist der beste Freund des Einrichters. Wir alle kennen die schmerzhafteste Frage beim Möbelkauf: „Passt das wirklich zusammen?“. Farbschablonen sind der beste Freund in solchen Situationen. Auf einen Blick ist bei den smarten Helfern ersichtlich, ob eine Farbe unserer heimischen Farbwelt schmeichelt oder ob ein ausgewachsener Farben-Clash droht!
     
  • Weiß, Grau, Beige und Ruhe. Die häufigsten Grundfarben im Interior-Bereich sind die hellen und ruhigen Töne. Bevor wir uns als Farbrevoluzzer betätigen und die Signalfarbe mit der dicken Bertha an die Wand kleistern, aufgemerkt! Die ruhigen Töne haben eine hochwichtige Daseinsberechtigung. Als Grundlage und Ruhepol sind weiße oder creme-farbene Wände dankbar. Diese Farben sind der ideale Begleiter für nahezu jede Akzentfarbe!