X-TRAVAGANT – individuell Einrichten

Industrie-Loft am Stadtrand – Glas-Stahl-Ästhetik. Tiny-House mitten im Grünen. Altes Bauernhaus, offener Dachstuhl und ganz viel Platz – es sind drei Beispiele für besondere Ideen, besondere Lebensmodelle, besondere Menschen. Leben von der Stange oder nach einem festen Vorbild ist aus der Mode gekommen. Eine Patentlösung für unsere innigsten Fragen und Bedürfnisse? Nicht mit uns. Wir leben, um uns auszudrücken. Wir arbeiten, um uns zu verwirklichen. Wir richten uns ein, um uns selbst Ausdruck zu verleihen. Es ist nicht wichtig, wo wir leben. Es ist nicht wichtig, ob es eine atemberaubende Villa oder ein 15 Quadratmeter Appartement an der Universität ist. Die wahre Kunst ist es, aus wenig viel zu schaffen. Einrichten, wie wir leben … Extravagant, individuell, mitten im Leben – ohne Kompromisse. Es ist nicht irgendeine Wohnung, irgendein Haus. Es ist unser Zuhause. Es ist unsere Heimat. 
 

Warum eigentlich besonders?

50 Jahre sind eine kurze Zeit; für eine Gesellschaft. Vor 50 Jahren, war die Welt eine andere. Das Internet war eine visionäre Idee in den Köpfen genialer Vordenker. Die Mode pendelte zwischen dem fransenbewährten Hendrix-Look und einem ultramodernen Spiel mit Details aus der Raumfahrt. Trabantensiedlungen wie das Märkische Viertel in Berlin (West) waren adäquate Wohnraumkonzepte. Einrichten, Wohnen und Leben waren in vielerlei Hinsicht limitiert, strukturiert und auf Praxistauglichkeit fokussiert.

Von großen Wohn-Plänen und einer Regel-Ästhetik, die uns vorschreibt, wie wir einzurichten haben zum hoch individualisierten Stil in nur fünf Dekaden – so schnell oder doch so langsam geht Veränderung von Statten. Der Beweggrund; der Aufbruch zur Veränderung war wie so oft die Sehnsucht des Menschen Schöpfer zu sein. In Zeiten, in denen individueller Ausdruck und neue Wohnkonzepte gesellschaftlich gesehen noch in den sprichwörtlichen Kinderschuhen steckten, wurde der Grundstein für unsere heutigen Ausdrucksmöglichkeiten gelegt. Ohne die revolutionären Gedanken der späten 70er und den folgenden Wohlstands-Dekaden; unsere Art uns einzurichten wäre eine andere.
 
In der Gegenwart steht für uns der Ausdruck der eigenen Individualität und des eigenen Schönheitsempfindens: ein absoluter Herzenswunsch. Wir wollen zeigen, wer wir sind und etwas Bleibendes erschaffen. Wir sind Darsteller, Künstler, Genies – Zauberer unserer eigenen Welt. Wir alle sind einzigartig – unser Zuhause soll dies widerspiegeln.

 

Der eigene Stil ist das eigene Leben

Wir sind, wie wir uns geben. Oder wie wir uns kleiden. Oder wie wir uns ausdrücken. Oder wie wir einrichten. Backsteinmauern, offener Kamin und offenes Wohnen auf zwei Ebenen ist ebenso Ausdruck des eigenen Stils, wie kleine Details an der Decke. Von der historischen Wandteller-Sammlung bis hin zur selbstgebauten Lampe aus alten Hirschgeweihen – der eigenen Kreativität und dem eigenen Ausdruck ist keine Grenze gesetzt
Es geht nicht darum, in bombastische Dimensionen vorzudringen. Nicht die Quantität des Wohnraums steht im Mittelpunkt unserer Lust auf Ausdruck. Entscheidend für uns ist die Qualität unserer Räume. Erinnerungsstücke, Lebensgeschichtenüberbleibsel in Kombination mit Möbeln, die unseren Schönheitswillen ausdrücken – das ist unser Zuhause, das ist unser Stil. Das Besondere im Einklang mit dem Alltäglichen formt ein Gesamtwerk, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.
Kunst und Kitsch, Möbel und Accessoires, kleine Schlaglichter und großflächige Highlights schaffen uns Zimmer und Räume, die nicht nur uns selbst Heimat sind. Diese Räume zeigen auf unmittelbare Art und Weise, wer wir sind und was uns Schönheit bedeutet. Unsere Räume sind nicht weniger als ein unmittelbarer Spiegel unseres Empfindens.
 

Es geht um Lärm – nicht um Ruhe

Extravaganz geht Hand in Hand mit „überspannt sein“. Dessen nicht genug! Ausgefallen sein, besonders sein, bewusst abweichend sein – gehört ebenso zur Extravaganz. Wer es ruhig und brav möchte; wer stets fein und fromm den Spielregeln folgt und kuschelig-kuschelnd stromlinienförmig rund kein Wagnis ergreift, dem ist Extravaganz zu viel, zu grell, zu derb und vor allem zu mutig. Es gehört Selbstbewusstsein und eine Prise Mut dazu, sich selbst zu zeigen und das „Besondere“ zuzulassen.
Es geht nicht um Gefallen und erst recht nicht um Gefälligkeit. Einzigartigkeit und Extravaganz ist ein enfant terrible – ein Lautsprecher. Diese Art des Lebens und Einrichtens ist Haudegen, Pionier, See-Fahrer und Astronaut in einem. Es geht darum absichtlich die Grenzen des Allgemeinen zu verlassen und das eigene Schönheitsideal zu zeigen. Extravaganz ist das Spiel mit Brüchen. Extravaganz ist der Tanz mit Effekten. Extravaganz ist der lärmende Rock´n´Roll-Song um drei Uhr morgens; ein bisschen unpassend, ein bisschen zu laut und ein bisschen „wunderbar am Leben sein.“ 
 

Fragen sind interessanter als Antworten

Und warum all das? Warum sich selbst preisgeben und das gemachte Heimat-Nest verlassen? Warum angreifbar sein und Mut zeigen? Weil Fragen interessanter sind als Antworten. Weil das „Besondere“ und Einzigartige diesen wunderbaren Zauber in sich tragen. Weil „wild, unangepasst, eigen“ einfach spannender sind als „brav, nett, Durchschnittsbürger“. Und Hand aufs Herz und in den schonungslosen Worten der späten 2010ner formuliert: „Sei Pippi nicht Annika!“